Wie sieht das Wachstum von Führungskräften von innen heraus wirklich aus?
Maja Lovrenčić ist Coach und Führungskraft bei Avery Dennison.
Sie und Giuseppe haben über mehrere Jahre hinweg in verschiedenen Mentoring-Programmen zusammengearbeitet, die Themen von der Unternehmenskultur über die Entwicklung von Führungskräften bis hin zum Organisationscoaching umfassen.
In diesem offenen Interview reflektiert Maja Lovrenčić über die letzten Monate der Mentoring- und Coaching-Arbeit mit Giuseppe.
Sehen Sie sich das Gespräch an, um mehr zu erfahren:
- Wie eine skalierende Organisation unsichtbare Führungsfallen schafft und was es braucht, um sie zu erkennen
- Der Wechsel von der Brandbekämpfung zur Gestaltung und warum das Verstehen der aktuellen Situation der erste Schritt zu einer sinnvollen Veränderung ist
- Was ein Coach oder Mentor eigentlich tut und warum es nicht darum geht, Antworten zu geben, sondern die Voraussetzungen für bessere Antworten zu schaffen
Die wichtigsten Punkte des Interviews
1. Die skalierende Wand: Wenn die organische Kommunikation zusammenbricht
Die größte Herausforderung, die Maja feststellte, war der Übergang von einem kleinen, vernetzten Team zu einer größeren Organisation, in der die informellen Kommunikationskanäle nicht mehr funktionieren. Führungskräfte in dieser Position reagieren oft damit, dass sie selbst mehr übernehmen, Unklarheiten absorbieren, Probleme lösen und das Team abschirmen. Das fühlt sich wie Führung an. Aber in Wirklichkeit ist es ein getarnter Engpass.
2. Von der Brandbekämpfung zum Design
Die bedeutendste Veränderung, die Maja erlebte, bestand darin, dass sie lernte, innezuhalten, bevor sie handelte. Anstatt überstürzt nach Lösungen zu suchen, begann sie, zuerst ein klares Verständnis der aktuellen Situation zu entwickeln, indem sie feststellte, wo das Team tatsächlich stand, bevor sie entschied, wohin es gehen sollte. Durch diese Umstellung wurde sie von einer reaktiven Feuerwehrfrau zu einer proaktiven Gestalterin von Prozessen und Umgebungen.
3. Was ein Coach oder Mentor wirklich tut
Auf die Frage, was sie einer Führungskraft raten würde, die mit dem Gedanken spielt, einen Coach zu engagieren, sagte Maja ganz klar: Ein Coach ist nicht jemand, der einem immer Antworten gibt. Er ist ein Denkpartner und ein leidenschaftlicher Gestalter nachhaltiger Umgebungen. Er hilft Ihnen zu verstehen, warum Dinge funktionieren oder nicht funktionieren, wie das Umfeld das Verhalten Ihres Teams beeinflusst und wie Sie Zusammenarbeit und Eigenverantwortung in Ihre Arbeitsweise einbauen können, anstatt sie als nachträgliche Gedanken aufzuschrauben.
Warum das heute wichtig ist
Viele Führungskräfte sehen sich heute mit genau dem konfrontiert, was Maja beschrieben hat: Organisationen, die schneller wachsen als die Systeme, die sie unterstützen sollen, Teams, die mehr als nur gute Absichten brauchen, um effektiv zusammenzuarbeiten, und das schleichende Gefühl, dass härter arbeiten nicht gleichbedeutend mit besser arbeiten ist.
Der Wechsel vom individuellen Problemlöser zum systemischen Gestalter ist einer der wichtigsten (und schwierigsten) Übergänge, die eine Führungskraft vollziehen kann. Er erfordert, dass man sich zurücknimmt, bessere Fragen stellt und die Voraussetzungen dafür schafft, dass andere sich entfalten können. Das ist genau die Art von Arbeit, die eine gute Coaching- oder Mentoring-Beziehung möglich macht.
Wenn Sie sich in Majas Geschichte wiedererkennen, ist es vielleicht an der Zeit, ein Gespräch zu führen.
Ready, um ein eigenes Gespräch zu führen?
Die Situation jeder Führungskraft ist anders. Aber wenn etwas in diesem Interview auf Sie zutrifft (z. B. dass Sie ein wachsendes Unternehmen leiten, dass Sie versuchen, eine Kultur der Zusammenarbeit aufzubauen, oder dass Sie einfach das Gefühl haben, zu viele Probleme selbst zu lösen), dann könnte es sich lohnen zu untersuchen, wie Coaching oder Mentoring für Sie aussehen könnte.
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Es ist eine Gelegenheit, darüber zu sprechen, wo Sie stehen, wo Sie hinwollen und ob eine Zusammenarbeit sinnvoll ist.
Über die Teilnehmer
Maja Lovrenčić ist Coach und Führungskraft bei Avery Dennison und arbeitet an der Schnittstelle von Personalentwicklung, Führung und Organisationskultur. Seit mehreren Jahren nimmt sie an Mentoring- und Coaching-Programmen mit Giuseppe teil.
Giuseppe De Simone ist Berater, Trainer und Coach mit über 20 Jahren Erfahrung in der Arbeit mit Führungskräften, Managern und Organisationen in ganz Europa. Er unterstützt Führungskräfte beim Aufbau von menschlicheren, widerstandsfähigeren und leistungsfähigeren Arbeitsplätzen durch Coaching, Mentoring und Schulungsprogramme.














